Gaming-Monitore sind großartig, aber welcher ist der richtige für dich? Lassen dich von uns durch die wichtigsten Unterscheidungen führen, auf die du achten solltest.

Einen Gaming-PC zu betreiben ist ähnlich wie ein Auto-Enthusiast zu sein. Du willst die besten verfügbaren Teile kaufen, sie nach deinen Wünschen einstellen und dann auf die offene Straße gehen. Das Komische daran ist, dass ein Gaming-PC selbst mit der besten Grafikkarte und CPU nicht seine ganze Pracht entfalten kann, wenn er nicht von einem soliden Gaming-Monitor begleitet wird.

Doch worauf sollte man achten? Die Regale mit Monitoren sind voll mit unzähligen Auswahlmöglichkeiten und einer Vielzahl von Spezifikationen: 1080p, 2160p, 4K, HDR, Bildwiederholrate, Reaktionszeit, Farbskala, IPS, Ultrawide, Curved und so weiter.

Wo fängt man bei so vielen Optionen an und woher weiß man, was am wichtigsten ist? Die Wahl des idealen Gaming-Monitors wird einfacher, sobald du dich für die gewünschte Auflösung entschieden hast und verstehst, wie sich die verschiedenen Funktionen auf dein Erlebnis auswirken. Der Preis spielt natürlich auch eine Rolle, aber mit Verkaufszeiträumen wie Black Friday, Prime Day und allgemeinen Angeboten während des ganzen Jahres, kann die Preisgestaltung für den geduldigen Käufer flexibler sein.

Im Folgenden findest du einen Überblick über die wichtigsten Funktionen, die du bei einem Monitor benötigst.

Auflösung

Der erste Punkt, an den du denken solltest, ist die Auflösung des Monitors und diese hängt ganz davon ab, was deine Grafikkarte kann. Es macht keinen Sinn, einen 4K-Monitor zu kaufen, wenn deine Grafikkarte nur die niedrigere Auflösung von 1080p verarbeiten kann.

1080P

Standardmonitore mit 1080p haben eine Auflösung von 1920×1080 Pixeln. Dies ist laut der Steam-Hardware-Umfrage immer noch die beliebteste Auflösung für Spiele. Zu den Grafikkarten in diesem Bereich gehören die Nvidia GeForce GTX 1650 Super, die GeForce GTX 1660 Super und die AMD Radeon RX 5500 XT.

Der Vorteil von 1080p ist, dass es die preiswerteste Art von Monitor ist, die du bekommen kannst und dass sie so gut wie überall erhältlich ist.

1440P

Der Schritt nach oben von 1080p ist 2560×1440 Pixel, ein schöner Mittelweg zwischen 1080p und 4K. Diese 1440p-Monitore werden weithin als der Sweet Spot für PC-Gaming angesehen, da sie eine spürbare Steigerung der Bildtreue gegenüber 1080p-Monitoren bieten, ohne dass du dein Budget sprengen musst. Beispielsweise kannst du in diesem Bereich die Grafikkarten GeForce RTX 3070, sowie die Radeon RX 6800 verwenden.

4K

Schließlich gibt es noch 4K, welches auch als UHD (Ultra High Definition) bezeichnet wird und eine Auflösung von 3860 x 2160 Pixeln hat, was die vierfache Anzahl von Pixeln von 1080p bietet (doppelte Dichte in Breite und Höhe). Es ist die begehrteste Auflösung wegen ihrer überragenden Klarheit und in Verbindung mit HDR (High Dynamic Range) bietet 4K ein unglaubliches Bild. Um auf einem 4K-Display ohne visuelle Kompromisse zu spielen, benötigst du eine High-End-Grafikkarte wie die GeForce RTX 3080 oder AMDs Radeon RX 6800XT.

8K

Wir befinden uns auch in den Anfängen von 8K, welches die vierfache Pixelanzahl von 4K bietet. Aber Gaming in 8K ist teuer, und die Gaming-Industrie ist noch nicht so weit. Enthusiasten können natürlich früh mit der GeForce RTX 3090 einsteigen, aber sie ist nicht billig und du wirst wahrscheinlich im Moment ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für 4K bekommen.

Bildwiederholrate und Reaktionszeit

Die Bildwiederholrate ist eine der wichtigsten Eigenschaften für Spiele. Die Bildwiederholfrequenz eines Monitors gibt an, wie oft er ein neues Bild anzeigt, gemessen in Hertz. Im Wesentlichen besteht eine 1:1-Beziehung zwischen der vom Bildschirm erzeugten Bildwiederholrate und den von der Grafikkarte ausgegebenen Bildern pro Sekunde (fps). Ein Monitor mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz kann also bis zu 60 Bilder pro Sekunde anzeigen, was als Mindeststandard für Bilder pro Sekunde bei PC-Spielen gilt. Ein Spiel mit 30fps ist immer noch spielbar, aber 60fps sind immer das Ziel.

Im Allgemeinen erscheinen Spielbewegungen bei höheren Bildraten flüssiger, reagieren schneller und sehen einfach besser aus. Aus diesem Grund sind Monitore mit höherer Bildwiederholfrequenz eine beliebte Wahl. Ein 144Hz-Monitor beispielsweise kann mit der entsprechenden Grafikkarte mehr als doppelt so viele Bilder anzeigen wie ein 60Hz-Monitor.

Wenn du einmal einen 120Hz- oder 144Hz-Monitor ausprobiert hast, ist es schwer, wieder zu 60Hz zurückzukehren, selbst für Produktivitätsaufgaben. Wenn du ein E-Sport-Enthusiast bist, sind blitzschnelle 240Hz- und sogar 360Hz-Panels verfügbar, aber sie sind sehr teuer und auf eine 1080p-Auflösung beschränkt.

Neben der Bildwiederholfrequenz ist auch die Reaktionszeit ein wichtiger Faktor. Sie gibt an, wie schnell ein Monitor auf Pixelebene braucht, um von einer Farbe zur nächsten zu wechseln. Eine niedrigere Zahl ist hier besser, da eine schlechte Reaktionszeit Geisterbilder und andere visuelle Artefakte hervorrufen kann. Viele Monitore haben eine Reaktionszeit von 5 ms oder 4 ms, was akzeptabel ist, obwohl 1 ms (oder manchmal sogar weniger) für Spiele am besten ist.

Adaptive Synchronisation

Als Nächstes haben wir adaptive Synchronisation. Diese Funktion synchronisiert die Bildwiederholfrequenz zwischen Ihrer Grafikkarte und Ihrem Bildschirm. Die Idee dahinter ist, dass, wenn sowohl die Grafikkarte als auch der Monitor synchronisiert sind, die Wahrscheinlichkeit von Bildschirmrissen und Stottern geringer ist, was wir gerne als “butterweiches Gaming” bezeichnen.

Adaptive Synchronisation gibt es in zwei Varianten: Nvidia G-Sync und AMDs lizenzfreies FreeSync. Letzteres ist bei weitem das gebräuchlichste und für die Hersteller am billigsten nachzurüsten, was vielleicht der Grund ist, warum Nvidias GeForce-Grafikkarten jetzt mit FreeSync funktionieren. Die Verwendung von FreeSync mit einer GeForce-Karte ist in Ordnung, aber für die wirklich beste Leistung ist es immer noch besser, G-Sync mit Nvidia-Karten zu verwenden.

Bildschirmgröße

Die Bildschirmgröße für Computerspiele ist wirklich eine Frage der persönlichen Vorlieben. Beachte jedoch, dass Bildschirmgröße, Auflösung und Pixeldichte miteinander zusammenhängen. Im Allgemeinen gilt: Je größer die Anzahl der Pixel pro Zoll (ppi), desto besser ist das Bild. Die Dichte korreliert mit der Schärfe.

Wenn du zum Beispiel ein 24-Zoll-1080p-Display hast, dann wird die Dichte etwas weniger als 92 ppi betragen, was für 1080p respektabel ist. Bei 32 Zoll fällt der ppi-Wert jedoch unter 70. Wenn du auf 1440p aufrüstest, erreicht ein 32-Zoll-Monitor ungefähr die gleichen ppi wie ein 24-Zoll-Monitor mit 1080p, und ein 4K-Monitor mit 32 Zoll liegt bei fast 138 ppi.

Im Allgemeinen ist jeder moderne Monitor mit einer Größe zwischen 24 und 32 Zoll genau richtig für Spiele. Je höher die Auflösung ist, desto höher ist natürlich auch die Pixelanzahl, was die Bildqualität verbessert. Aber wenn du die Vorstellung eines großen Bildschirms liebst und dir nur einen 1080p-Bildschirm in dieser Größe leisten können, dann greif einfach zu.

Hoher Dynamikumfang

Jeder, der einen 4K-Monitor besitzt, sollte ernsthaft den Zusatz von High Dynamic Range in Betracht ziehen, wenn er es sich leisten kann – HDR-Monitore haben einen hohen Aufpreis. HDR ermöglicht eine drastisch größere Bandbreite an Farbvariationen, was insgesamt ein besseres Bild bedeutet. Der Unterschied zwischen HDR und nicht-HDR ist einfach atemberaubend.

Das Geheimnis ist jedoch, dass die Qualität von HDR von der Helligkeit des Bildschirms abhängig ist. Wenn ein HDR-Monitor weniger als 1.000 Nits hat, kaufst du wirklich nur einen Marketing-Hype. Das Bild auf einem “HDR-ready”-Monitor kann geringfügig besser sein als ein durchschnittlicher 4K-Monitor, aber um echtes HDR zu erhalten, brauchen Sie ein helles Display und das wird dir etwas kosten.

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Paneltypen und Farbumfang

Es gibt zwei Haupttypen von Panels, die für Gaming-Displays verwendet werden: TN und IPS (kurz für Twisted Nematic bzw. In-Plane-Switching, was die unterschiedliche zugrunde liegende Pixel-Rendering-Technologie beschreibt). Beide können für Spiele geeignet sein, es kommt also wirklich darauf an, was du bevorzugst.

TN-Panels

TN-Panels haben tendenziell niedrigere Reaktionszeiten, was eine geringere Chance für “Ghosting”-Probleme bedeutet, bei denen visuelle Artefakte kurz auf dem Bildschirm verbleiben. TN-Panels haben jedoch einen engeren Betrachtungswinkel, d. h., wenn du außerhalb des Sweet Spots schaust – z. B. wenn dein Monitor leicht angewinkelt ist – kann es schwieriger sein, Details zu erkennen, insbesondere in dunkel beleuchteten Szenen. TN-Panels haben auch einen “verwascheneren” Look, bei dem die Farben nicht so leuchten wie bei einem IPS-Display. Dennoch bevorzugen einige Gamer diese niedrigeren Reaktionszeiten trotz der Farb- und Blickwinkelabstriche.

IPS

IPS hingegen ist ein visueller Leckerbissen, aber du erhältst nicht diese 1 Millisekunde Reaktionszeit wie bei TN. Zumindest nicht typischerweise. Seit etwa einem Jahr gibt es IPS-Displays mit 1 ms Reaktionszeit, aber sie sind tendenziell teurer.

Der Farbraum gibt an, wie genau sich ein Monitor an einen definierten Farbsatz wie sRGB oder AdobeRGB hält.

Gebogene Displays, ultrabreite Monitore und Bildseitenverhältnisse

Wenn du dir ein Standard-Display ansiehst, siehst du in der Regel einen Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 16:9. Wenn du dich jedoch mit gebogenen Displays beschäftigst, wirst du auf ultrabreite Monitore mit Seitenverhältnissen wie 21:9 stoßen. Diese Arten von Bildschirmen erlauben meist ein besseres Spielerlebnis, aber sie sehen anders aus als das, was du gewohnt bist und haben eine “Lernkurve” von ein paar Tagen, bevor sie sich natürlich anfühlen.

Gekrümmte Monitore sind faszinierend, da sie durch ihre kurvige Form über Tiefe verfügen. Die Kurve eines Monitors wird als “R” angezeigt, was für Radius steht. Ein 1000R-Monitor würde z. B. einen Kreis mit einem Radius von 1.000 mm oder 1 Meter bilden.

Manche Leute lieben diese Art von Monitoren, vor allem bei Spielen mit großen Ansichten, wie z. B. bei Rennspielen oder Flugsimulatoren.

Gebogene Monitore und Ultrawides sind schön anzusehen, aber sie sind auch zu 100 Prozent eine “Luxus”-Ausstattung. Technische Daten wie Adaptive Sync, Display-Auflösung und HDR sind alles Dinge, die Priorität haben sollten, bevor man sich in dieses Gebiet wagt. Zugegeben, viele dieser wichtigen Funktionen sind bei Premium-Curved- und Ultrawide-Monitoren üblich.

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